Teltemann: „Eichsfeld ist mir zur zweiten Heimat geworden“

„Eichsfeld ist mir zur zweiten Heimat geworden“

Langjähriger Kolping Diözesansekretär Josef Teltemann in den Ruhestand verabschiedet

 

Es fing alles mit einer Moped-Tour in den 1970er Jahren an. Der junge Josef Teltemann aus Ahrbergen bei Hildesheim bricht mit Freunden und knarzenden Mopeds zu einem Ausflug ins Eichsfeld auf. Vorbei an den grünen Hügeln, den zahlreichen Kirchen und Kapellen bis nach Duderstadt. Dass Duderstadt später zu einem Dreh- und Angelpunkt seines Berufslebens würde, ahnte „Telte“, wie sie ihn nennen, damals noch nicht.

 

Anfang der 1990er Jahre wechselte der heute 64-Jährige von der Landwirtschaftskammer zum Kolpingwerk im Bistum Hildesheim. Zunächst als Referent, später dann als Diözesansekretär. Diese außerhalb katholischer Kreise wenig bekannte Berufsbezeichnung ließe sich vielleicht in anderen Verbänden mit Hauptgeschäftsführer übersetzen. Teltemann stand also als hauptamtlicher und leitender Mitarbeiter über 25 Jahre an der Spitze des katholischen Sozialverbandes und prägte diesen maßgeblich. Robust im Ton, in eigener Sache bescheiden und engagiert für andere.

 

„Besonders sein Engagement für das Kolping Familienferienzentrum auf dem Pferdeberg verdient dabei Beachtung“, so Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte. Nolte ist langjähriger Weggefährte Teltemanns und vor über 35 Jahren Initiator des Familienferienzentrums. Selbstverständlich ist der Bürgermeister auch Kolpinger. Teltemann erinnert, dass Nolte und er keine Strafzölle wie US-Präsident Trump brauchten. Sie exportierten tonnenweise Eichsfelder Stracken in die Weiten des Bistums und darüber hinaus.

 

Auch nach seinem Ausscheiden aus dem Hauptamt engagiert sich Teltemann weiterhin auf dem Pferdeberg. Als ehrenamtlicher Vorstand begleitet er die aktuellen Baumaßnahmen. „Hier entstehen Blockhütten und eine PV-Anlage“, so Teltemann. Man merkt ihm seinen Tatendrang an.

 

Über 100 geladene Gäste sind am Donnerstagabend der Einladung des Kolpingwerks gefolgt um Josef Teltemann feierlich im altehrwürdigen bischöflichen Generalvikariat im Schatten des Doms zu verabschieden. Der Geehrte nimmt die vielen Dankesworte bescheiden und gerührt entgegen. „Mir hätte zum Abschluss ein Blumenstrauß gereicht, aber das wurde mir nicht gestattet“, frotzelt Teltemann. Am Ende überwiegt die Freude über den Festakt „und die Dankbarkeit mit vielen Ehrenamtlichen so viel erreicht zu haben“ fügt der neue Ruheständler hinzu. Und in die „Toskana Niedersachsens“, wie der verstorbene Domkapitular Wolfgang Freter das Eichsfeld stets nannte, wird es „Telte“ auch künftig ziehen. (mw)

 

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