Glocken läuten für die Schöpfung

Für den 20. September rufen jungen Menschen auf der ganzen Welt zu einem Generalstreik für das Klima auf. Kolping schließt sich an.

Abzukehren von der Zerstörung der Lebensgrundlagen von Natur und Mensch ist auch ein Anliegen des Kolpingwerkes. Wenn unsere Kirche den Gedanken der Bewahrung der Schöpfung weitergibt, wird sie gefragt, ob sie selbst diesem Ziel genügt. Für ihre Glaubwürdigkeit ist es deswegen unerlässlich, Klimaschutz nicht nur einzufordern, sondern auch selbst aktiv dazu beizutragen.

Domkapitular Martin Wilk, Generalvikar der Diözese Hildesheim, hat die Kirchengemeinden ermuntert, am Freitag, den 20. September in den Pfarreien die Kirchenglocken zu läuten und damit die Forderung der Fridays for Future-Bewegung zu unterstützen. Die Idee ist, um 11:55 Uhr für fünf Minuten die Glocken zu läuten, um darauf aufmerksam zu machen, dass es in Sachen Engagement für das Klima eilt. „Wenn die augenblickliche Tendenz anhält”, so zitiert der Generalvikar den Heiligen Vater aus dessen Enzyklika Laudato si‘, „könnte dieses Jahrhundert Zeuge nie dagewesener klimatischer Veränderungen und einer beispiellosen Zerstörung der Ökosysteme werden, mit schweren Folgen für uns alle” (LS 24). “Damit dies nicht geschieht, wollen wir als Kirche unsere Stimme erheben – und für die Bewahrung der Schöpfung beten”, so Generalvikar Wilk. Auch Klaus Bechtold, Handlungsfeldbeauftragter für die Bewahrung der Schöpfung im Kolping Diözesanvorstand, ruft die Kolpingmitglieder auf, in ihren Pfarrgemeinden für das Glockengeläut am 20.09.19 um 11:55 Uhr aktiv zu werben somit diese Aktion zu unterstützen. Im direkten Anschluss sind alle Kolpinger aufgerufen, beim Angelusgebet, dem Engel des Herrn, für Papst, Kirche, Kolpingwerk und die Schöpfung zu beten.

Klaus Bechtold (links) ruft für das Kolpingwerk zum Glockengeläut für den Klimaschutz auf. Archivfoto: Heidrich