Kolping setzt sich für Buß- und Bettag als gesetzlichen Feiertag in Niedersachsen ein

Das Kolpingwerk im Bistum Hildesheim begrüßt die Entscheidung der Niedersächsischen Landesregierung, einen weiteren gesetzlichen Feiertag einzuführen und hält es auch ökonomisch für verkraftbar. “Wir setzen mit einem zusätzlichen Feiertag Zeichen der Unterbrechung, das ist der Sinn von Feiertagen, wie es bereits Kardinal Marx ausgedrückt hat”, so Diözesansekretär Mirco Weiß.

Auf der Diözesanversammlung des Kolpingwerkes Diözesanverband Hildesheim ist am 03.03.2018 in Burgdorf beigefügter Antrag mit überwältigender Mehrheit beschlossen worden. “Wir werben bei den Landtagsabgeordneten eindringlich, sich für den Buß- und Bettag einzusetzen”, so Kolping Diözesanvorsitzender Andreas Bulitta.

Weiß ergänzt: “Der zur Rede stehende Reformationstag erinnert an die schmerzliche Trennung der evangelischen Christen von der katholischen Kirche. Hinter dem Buß- und Bettag können sich nicht nur evangelische und katholische Christen in ökumenischer Verbundenheit versammeln; er ist auch für andere Religionen in unserem Land geeigneter, als es der Reformationstag wäre.”

 

Antrag

Die Diözesanversammlung hat beschlossen, die Abgeordneten des Niedersächsischen Landtages aufzufordern, als neuen zusätzlichen Feiertag den Buß- und Bettag einzuführen.

Begründung:

Aktuell strebt die Niedersächsische Landesregierung an, den Reformationstag, den 31. Oktober, als zusätzlichen Feiertag in Niedersachsen einzuführen. Zur Festlegung dieses Feiertages wurden die gesellschaftlichen Gruppen und Akteure im Vorfeld, wie ansonsten üblich, nicht beteiligt.

Auch die jüdischen Gemeinden haben wegen der antijüdischen Äußerungen Martin Luthers Widerstand gegen die Überlegungen der Landesregierung angekündigt.

Der zusätzliche Feiertag am Buß- und Bettag wäre ein Zeichen der Solidarität mit allen in Niedersachsen vertretenen Religionen und bietet vom Charakter her auch die Basis für einen interreligiösen Dialog. Zudem fördert der Buß- und Bettag den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserem Land.

Hildesheim/Burgdorf, 06. März 2018

Andreas Bulitta                        Mirco Weiß
Diözesanvorsitzender             DiözesansekretärFotos: Kolpingsfamilie Burgdorf

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