Kolpingwerk spricht über Digitalisierung in der Arbeitswelt

29. Duderstädter Gespräche beschäftigen sich mit der Frage „Arbeitswelt 4.0: Zukunftschance oder Jobkiller?“

Hildesheim/Duderstadt. Das Kolpingwerk im Bistum Hildesheim will mit den 29. Duderstädter Gesprächen vom 7. bis 9. Februar 2018 auf dem Pferdeberg, den Teilnehmern Grundlagen der Digitalisierung vermitteln und sie für die politische Auseinandersetzung fit machen. Erstmals ist die Tagung auch nach dem niedersächsischen Bildungsurlaubsgesetz anerkannt.

 

Dass sich ein Sozialverband wie das Kolpingwerk mit der Arbeitswelt 4.0 beschäftigt, liegt für Kolping-Diözesansekretär Mirco Weiß auf der Hand: „Der Gründervater unseres Verbandes, Adolph Kolping, war Wegbereiter für die katholische Sozialbewegung. Er erkannte die Umbrüche seiner Zeit, die mit einem rasanten Wandel der Arbeitswelt im 19. Jahrhundert verbunden waren“, so Weiß. Diesem Auftrag fühle sich der Verband bis heute verbunden. War es zu Kolpings Lebzeiten die Industrialisierung, befinden sich die Menschen heute inmitten der vierten großen Revolution, der Digitalisierung. Zum 29. mal richtet das Kolpingwerk Diözesanverband Hildesheim die Duderstädter Gespräche in der Familienferien- und Tagungsstätte auf dem Pferdeberg in Duderstadt aus. Josef Teltemann, bis zu seinem Ruhestand im April 2018 ebenfalls Diözesansekretär, erinnert daran, dass die Traditionsveranstaltung immer relevante gesellschaftspolitische Themen behandelt hat. „Das ist auch in diesem Jahr der Fall“, so Teltemann.

Die Duderstädter Gespräche richten sich an alle Interessierte, eine Kolping-Mitgliedschaft ist nicht erforderlich. „In erster Linie möchten wir natürlich Menschen erreichen, die aktiv im Berufsleben stehen“, betont Weiß. „Unternehmer ebenso so wie Beschäftigte“. Doch auch Studenten, Auszubildende, Schüler und Senioren sind zu der Tagung laut Weiß herzlich willkommen.

Erstmals erstrecken sich sonst zweitägigen Duderstädter Gespräche über drei Tage. Dafür erfüllen sie jedoch die Anforderungen einer anerkannten Bildungsveranstaltung. Interessierte Arbeitnehmer können daher Bildungsurlaub beantragen. „In den ersten zwei Tagen steht die Grundlagenvermittlung im Vordergrund“, erläutern Teltemann und Weiß. Am dritten Tag steht die politische Diskussion im Fokus. Es debattieren unter anderem der Bundesvorsitzende der Jungen Liberalen, Konstantin Kuhle (FDP), der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Bernd Westphal, der Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen, Dr. Volker Müller und Dr. Mehrdad Payandeh, Chefökonom des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und designierter Vorsitzender des DGB-Bezirks Niedersachsen-Bremen-Sachsen-Anhalt.

Moderatorin Ute Andres im Gespräch mit Teilnehmern der 27. Duderstädter Gespräche. (Foto: Branahl)

Die Teilnahmegebühr beträgt bei zwei Tagen 80,00 Euro, bei drei Tagen 100,00 Euro inklusive Übernachtung und Verpflegung. Weitere Informationen und Anmeldungen über E-Mail an: kolping@bistum-hildesheim.de oder Telefon 0 51 21 / 30 74 42.

Dr. Volker Müller (Unternehmerverbände Niedersachsen) Foto: UVN
Gewerkschafter Dr. Mehrdad Payandeh Foto: DGB
Bernd Westphal (SPD) Foto: SPD Hildesheim
Konstantin Kuhle (FDP) Foto: Miriam Merkel

 

Diese Webseite speichert einige Browser-spezifische Daten zur Ermitlung, welche Artikel wie häufig aufgerufen werden. Sollten Sie der Erhebung nicht zustimmen (Ablehnen) so wird ein Cookie gesetzt, welches diese Entscheidung für ein Jahr speichert.
Zustimmen | Ablehnen
Diese Website benutzt Cookies. Wenn Sie diese Website weiter nutzten, gehen wir von ihrem Einverständnis aus.
689